Ente

Die Untertageverlagerung Ente

Die Untertageverlagerung mit dem Decknamen “Ente” wurde im Zweiten Weltkrieg in einem Straßentunnel der Bundesstraße 2 als bombensichere Fertigungsstätte für Flugzeugteile eingerichtet.

Der 1936 fertiggestellte Tunnel wurde ab März 1944 für die Fertigung vorbereitet. Die nördliche Tunnelröhre wurde auf beiden Seiten um einen 17 Meter langen Anbau ergänzt und mit bombensicheren Toren geschützt. An der südlichen Röhre des Tunnels wurde nur auf einer Seite ein bombensicheres Tor angebracht. Außerdem wurden neben den Tunneln zusätzliche Hohlräume geschaffen. Diese dienten als Lager oder waren für die Heizung oder Belüftung notwendig. Auf den ca. 6000 Quadratmetern wurden Dreh- und Frästeile für die Bf 109 und die Me 262 gebaut. Zwischen den beiden Tunneln wurden mehrere Baracken errichtet. In der Anlage wurde bis zum Einmarsch der Alliierten produziert.

Heute fließt durch die Tunnel wieder der Verkehr der Bundesstraße 2.

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Riss
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Im Buch Die Rolle der Untertageverlagerung in der Deutschen Rüstungsproduktion 1943-1945 wird auf Seite 78die Untertageverlagerung Ente behandelt. Das Buch verschafft einen guten überblick über das Thema Untertageverlagerung. Unter anderem werden dort die Untertageverlagerung Esche I, Anhydrit, Lachs und Goldfisch thematisiert.