Gurami

Die Untertageverlagerung Gurami

In der Untertageverlagerung Gurami sollte im Zweiten Weltkrieg die Torpedofertigung der Transavia K.G. aus Lauenburg in Pommern untergebracht werden. Ursprünglich war hier jedoch geplant die Kleingetriebefertigung der Firma Killisch-Horn unterzubringen.

Mit dem Ausbau der Schiefergrube wurde im Oktober 1944 begonnen. Die Anlage bot auf 2 Sohlen ca. 2000 Quadratmeter Produktionsfläche. Der Grubenbau war Standfest und die Bewetterung natürlich. Die Temperatur lag ganzjährig konstant bei ca. 10 Grad. Die Verlagerung verfügte zu Beginn nicht über einen Anschluss an das Stromnetz. Die Stromversorgung konnte aber aus einem nahegelegenen Kraftwerk gelegt werden. Untertage wurde im Zuge des Ausbaus der Bremsberg saniert, ein verstürzter Zugang wieder freigelegt und gesichert und die fehlende Gleisanlage verlegt. Der Ausbau der Anlage stoppte im April 1945 durch die Besatzung der Amerikaner. Ob bis zum Einmarsch der Amerikaner bereits in einem Teil der Anlage produziert wurde ist nicht klar. Ende Februar 1945 sollen Maschinen per Bahn angeliefert und nach Untertage gebracht worden sein. Auch ob diese Anlagen bis Kriegsende montiert wurden ist nicht bekannt. Es ist aber nicht auszuschließen, dass bereits in Teilen der untertägigen Anlage produziert wurde. Im April 1945 wurde der Ausbau der Anlage gestoppt. Kurz nach dem Einmarsch der Amerikaner wurde auf deren Befehl bereits wieder mit der Schieferproduktion begonnen. Im August 1946 wurden Teile der untertägigen Anlagen von der Roten Armee gesprengt. Dennoch wurde der Abbau bis 1969 fortgeführt.

Weitere Informationen zur UV Gurami

Riss
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Im Buch Ignorierte Geheimobjekte Hitlers – Kunstraubspuren im Bergwerk wird die Untertageverlagerung Gurami auf den Seiten Seite 105-108 und 115-120 behandelt. Das Buch enthält des weiteren einige Bilder und Dokumente über Grube.

Die Untertageverlagerung Gurami wird im Buch Geheimnisvolles Thüringen Militär- und Rüstungsobjekte des Dritten Reiches auf den Seite 199 bis 202 thematisiert. Das Buch enthält außerdem einen Grubenriss der Anlage.