Lachs

Die Untertageverlagerung Lachs

Die Untertageverlagerung Lach im Walpersberg sollte Flugzeuge vom Typ Fw 190 und Ta 152 herstellen.

Vor dem zweiten Weltkrieg befanden sich Walpersberg zwei Sandgruben für die Kahlaer Porzelannwerke AG und dem Großeutersdorfer Mühlenbesitzer Ernst Meltzer.  Ab April 1944 wurden mit dem Ausbau der Sandgruben zur Untertageverlagerung für die REIMAHG  (Reichs Marschall Hermann Göring-Werke)  begonnen. Der Plan sah vor hier 500 Flugzeuge pro Monat zu fertigen. Im Oktober 1944 wurde die Pläne korreliert. Nun sollten Monatlich 1.200 Flugzeuge des Typs Me 262 gebaut werden.

Bis zum Ende des Krieges wurden ungefähr 200.000 Quadratmeter der Anlage aus dem Felds gebrochen. Ca. 32.000 Quadratmeter wurden bereits zu Produktionszwecken genutzt. Hier befand sich eine Schlosserei, Gerberei und die gesamte Verwaltung. Innerhalb des Berges fand bis zum Einmarsch der Alliierten keine Produktion der Me 262 statt. Nur in 4 Betonbunkern auf der Südseite des Berges wurden 20-30 Flugzeuge fertiggestellt.

Nach der Fertigstellung wurden die Flugzeuge mit einem Schrägaufzug auf den Berg gezogen. Dort konnten die Flugzeuge auf einer extra für die Untertageverlagerung gebauten Startbahn gestartet werden. Da die Startbahn aber sehr kurz war, war es nur möglich mithilfe von Startraketen den starten zu absolvieren. Diese wurde dann über unbewohnten gebiet abgeworfen.

1974 begann der Ausbau der Anlage zum NVA Komplexlager 22.  Hier wurden von der DDR Munition, Sprengstoff und Versorgungsgüter eingelagert. Nach dem Ende der DDR übernahm die Bundeswehr die Anlage. Die Bundeswehr gab die Anlage 1997 auf. Seit 2007 befindet sich die Anlage im besitzt des Vereines „Geschichts- und Forschungsverein Walpersberg e.V.“.

Weitere Informationen zur UV Lachs

Riss
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Die Untertageverlagerung Lachs wird intensiv im Buch Deckname Lachs behandelt. Hier wird die Geschichte der Anlage auf 112 Seiten intensiv behandelt. Das Buch enthält viele Bilder, Pläne und Zeichnungen.

Auch das Buch Faszination Bunker beschäftigt sich auf Seite 130 und 133 mit der Untertageverlagerung und dem späteren Komplexlager 22. Auch hier finden sich einige Bilder der Anlage.

Das Buch Geheimnisvolles Thüringen Militär- und Rüstungsobjekte des Dritten Reiches behandelt das Thema Lach auf Seite 88-113. Hier findet sich auch ein Stollenplan der Prozelangrube.

Im Buch Die Rolle der Untertageverlagerung in der Deutschen Rüstungsproduktion 1943-1945 wird das Thema ebenfalls kurz behandelt.