Quarz

Die Untertageverlagerung Quarz

Die Untertageverlagerung Quarz wurde für die Firma Steyr-Daimler-Puch AG angelegt. Hier sollten im zweiten Weltkrieg auf ca. 65.000 Quadratmetern Kugellager für die Deutsche Rüstungsindustrie hergestellt werden.

Der Bau begann im Frühjahr 1944. Hierfür wurde das Konzentrationslager Melk auf dem Gelände einer SS-Kaserne eingerichtet. Das Lager war für ungefähr 15.000 Gefangene ausgelegt. Bis Kriegsende starben ca. 5000 Häftlinge an den katastrophalen Lebensbedingungen und der erzwungenen Schwerstarbeit.

Bis Mitte 1945 wurde an der Stollenanlage weitergebaut. Als die Alliierten sich der Region der Anlage näherten sollten die Häftlinge in die Stollen getrieben werden und die Stollen gesprengt werden. Zur Umsetzung dieses Plans kam es nicht. Ungefähr 7.500 Häftlinge wurden stattdessen auf einen Todesmarsch Richtung Mauthausen geschickt. Die zurückgelassenen Häftlinge wurden von der SS ermordet.

Die sowjetischen Truppen fanden den Stollen im Mai 1945 und versuchten diesen nach der Entleerung zu sprengen. Die Sprengung war – wie z.B. auch bei den Anlagen Cerusit und Heller – nicht sehr erfolgreich. So blieb der Tunnel bis 1994 zugänglich. Erst danach wurde der Zugang abgedeckt.

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Riss
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Die Untertageverlagerung Quarz wird ausführlich im Buch Unterirdisches Österreich behandelt. In dem Buch findet sich eine vielzahl von Informationen und Abbildungen.