Richard

Die Untertageverlagerung Richard

Die Untertageverlagerung Richard Teilt sich in die drei Projekte Richard I, Richard II und Richard III auf. Die U-Verlagerungen wurden ab März 1944 in einem Kalkbergwerk bei Leitmeritz umgesetzt. Von den drei Anlagen wurde lediglich Richard I teilweise fertiggestellt.

Richard I

Die Untertageverlagerung Richard I stellte Maybach-HL-230-Panzermotoren für die Auto Union Chemnitz her. Für das Projekt waren 60.000 Quadratmeter vorgesehen. 2.000 Quadratmeter der untertägigen Anlage wurden im Oktober 1944 von der Elsabe AG, Leitmeritz – einer Deckfirma der Auto Union Chemnitz – bezogen. Bereits mitte November 1944 wurden die ersten Panzermotoren ausgeliefert. 230 Panzermotoren sollen hier bis Kriegsende montiert worden sein. Bis Ende März 1945 wurde die Anlage aber nur zu ca. einem viertel fertiggestellt.

Richard II

Das zweite Teilprojekt war für die Osram GmbH Berlin gedacht. Sie sollte auf einer Fläche von 15.000 Quadratmetern produzieren. Die Anlage konnte bis Ende März 1945 nicht fertig gestellt werden obwohl sie laut Plan bereits 1944 fertig sein sollte. Lediglich einzelne Räume waren fertiggestellt. Osram hatte das Objekt bis zur Einnahme durch die Alliierten noch nicht bezogen.

Richard III

Die Untertageverlagerung Richard III befand sich bei Kriegsende nur in der Planungsphase.

Ein Teil der ehemaligen Untertageverlagerung Richard I und die gesamte Verlagerung Richard II wird heute von der Tschechischen Republik als Lager für schwach radioaktive Abfälle aus Medizin, Industrie und Forschung benutzt. Hierfür sollen insgesamt 19.000 Kubikmeter der Anlage verwendet werden. Der radioaktive Müll wird dabei in Fässern gelagert.

Weitere Informationen zur UV Richard

Riss
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Das Buch Faszination Bunker beschäftigt sich auf den Seiten 234 und 235 mit der Untertageverlagerung Richard. Hier finden sich auch Bilder zur Verlagerungn.

Das Rüstungsprojekt Richard wird im Buch Die Organisation Todt Bauen für den Staat und Wehrmacht auf Seite 123 erwähnt. Das Buch beschäftigt sich auch intensiv mit den U-Boot-Bunkern Valentin Kilian und Keroman.