Rost

Die Rost-Anlagen

Bei den Rost-Anlagen handelt es sich um Sammel-Destillieranlagen. Diese waren jedoch nur als Reserve-Anlagen gedacht falls Ofen-Anlagen ausfielen. Die Rost-Anlagen bestanden aus in kurzer Zeit behelfsmäßig umgebauten Dampfkesseln.

Insgesamt waren 6 dieser oberirdischen Anlagen geplant worden. Die Anlagen wurden genau wie die Ofen-Anlagen gezielt dezentral geplant. So konnten sie zum einen besser getarnt werden und boten zum anderen kein so lohnendes Ziel. Wäre eine der Anlagen Entdeckt und erfolgreich angegriffen worden, hätte sich der Schade im Vergleich zu einer großen Zentralanlage in Grenzen gehalten.

Das dezentrale und Redundante auslegen dieser Einrichtungen Zeigt zum einen, wie wichtig die Anlagen für den Fortgang des Krieges waren, sind zum anderen aber ein Symbol für die massive Überlegenheit der Alliierten Luftverbände in der letzten Phase des Krieges.

Einige der Rost-Anlagen wurden zur Tarnung in zerstören und ausgebombten Fabriken gebaut.

Im Zuge des Geilenberg-Programmes bzw. des Mineralölsicherungsplans wurden neben den Rost-Anlagen außerdem die Ofen-, Wüste-, Dachs-, Schwalbe– und Molch-Anlagen gebaut.

Weitere Informationen zu den Rost-Anlagen

Riss
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Die Rost-Anlagen werden auf den Seiten 52 und 53 des Buches Die Rolle der Untertageverlagerung in der Deutschen Rüstungsproduktion 1943-1945 behandelt. Das Buch verschafft einen Guten überblick über Untertageverlagerungen und behandelt auch die Wüste, Schwalbe, Ofen und Molch anlagen.