Turmalin

Die Untertageverlagerung Turmalin

Bei der Untertageverlagerung “Turmalin” sollte die Firma Schäffer & Budenberg aus Magdeburg in ein ca. 70.000 Quadratmeter großes Stollensystem bei Blankenburg verlagert werden. Das Stollensystem sollte in einem neu aufgefahrenen Stollen im Kalksandstein unter dem Regenstein angelegt werden. Die Anlage wurde unter Regie der Organisation Todt umgesetzt. Für die Verlagerung erhielt die Firma den Decknamen Odawerk.

Mit dem Bau wurde im Juni 1944 begonnen. Für Ende 1944 war eine Teilinbetriebnahme mit ungefähr 2.000 Arbeitern aus Magdeburg geplant. Anfang 1945 kam der Stollenausbruch wegen Materialmangels nahezu zum erliegen. Aus Mangel an Kohle konnten die Dampf und Pressluft-Generatoren nicht betrieben werden. Bis Kriegsende konnte jedoch nur ca. 18.000 Quadratmeter Stollenfläche geschaffen werden. Die Stollen befanden sich teilweise noch im Rohzustand. Trotzdem wurde mit 150 Mitarbeitern in einem abgegrenzten Bereich bereits produziert. Was genau hier produzierte wurde ist nicht bekannt.

Bei eine Inspektion der Alliierten nach Kriegsende entdeckten diese in den Stollen ein Lager für diverse Maschinen, Farben, eine Schmiede und eine Reparaturwerkstatt.

Bei voller Belegung rechnete Schäffer & Budenberg mit einer Belegschaft von 3.500 Personen. Nach Kriegsende wurde die Anlage ab 1976 als Munitionslager für die NVA genutzt. Heute befindet sich dort ein Sanitätsdepot der Bundeswehr.

Weitere Informationen zur UV Turmalin

Riss
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Informationen die über Untertageverlagerunt Turmalin finden sich im Buch Faszination Bunker auf den Seite 116 und 117.