Weingut II

Die Untertageverlagerung Weingut II

Ursprünglich sollten für das Projekt Ringeltaube drei Bunker zum Schutz der Flugzeugproduktion gebaut werden. Diese sollten  die Decknamen Diana II, Walnuß II und Weingut II tragen. Aufgrund des Mangels an Rohstoffen sollte zunächst nur mit einer der Untertageverlagerungen – die Verlagerung Weingut II – begonnen werden.

Hier wurde ab Mai 1944 mit dem Bau des 400 Meter langen und 86 Meter breiten Bunkers begonnen. Der Bunker sollte am Scheitel 26 Meter hoch sein. Nach der Fertigstellung sollte hier die Produktion von Flugzeugen verschiedener Typen aufgenommen werden. Darunter auch die Messerschmitt Me 262 und die Focke-Wulf Fw 190.

Bei Kriegsende waren 226 Meter der Außenhülle betoniert. Auf ca. 70 Metern wurde bereits mit dem Innenausbau begonnen.  Die Kontrollierten Sprengung Amerikanischer Fliegenbomben im Bunker überstand der Bunker ohne größere Beschädigungen. Anschließend wurde der Bunker von der US-Armee als Munitionsbunker verwendet. Ab 1960 wurde die Anlage von der Bundeswehr übernommen. Ab 1964 Nutzte die Luftwaffe die Anlage als Lager- und Instandsetzungseinrichtung.

Ein vergleichbarer Bunker wurde auch in einem Wald bei Mühldorf gebaut. Dieser trug den Decknamen Weingut I.

Weitere Informationen zur UV Weingut II

Riss
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Die Untertageverlagerung Weingut II wird im Buch Faszination Bunker auf der Seite 170 und 171 behandelt.

Auch das Buch Die Rolle der Untertageverlagerung in der Deutschen Rüstungsproduktion 1943-1945 beschäftigt sich auf Seite 79 mit dem Großbunker Weingut II.